Medieninfo 14/2010

Berlin braucht solche Brutstätten, in denen sich neue, moderne Ansätze kristallisieren können

Abschlussmeldung zur Xinnovations 2010

Berlin, 20.09.2010 - Offenheit und das Ringen um innovative Ansätze prägten auch in diesem Jahr die gerade zu Ende gegangenen Xinnovations 2010. In den mehr als 160 Referaten, Foren und Workshops ging es den rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern u. a. um Semantische Technologien, Datenschutz in Zeiten von Web 2.0, Digitale Justiz, Vernetztes Leben sowie Open Government und Open Data.

Wie weit der inhaltliche Bogen in den einzelnen Foren gespannt wurde, lässt sich am Beispiel des E-Government-Forums nachvollziehen. Unter dem Vorzeichen der derzeitigen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise wurden dort Strategien für eine behutsame Öffnung von Staat und Verwaltung vorgestellt und kontrovers zwischen Technologen, Wissenschaftlern und Verwaltungsexperten diskutiert. Das zentrale Statement in dieser Diskussion von Prof. Jörn von Lucke war, dass "die behutsame Öffnung von Staat und Verwaltung gegenüber der Bevölkerung und der Wirtschaft zu mehr Transparenz, zu mehr Teilhabe, zu einer intensiveren Zusammenarbeit, zu mehr Innovation und zu einer Stärkung gemeinschaftlicher Belange beitragen kann." Im angelsächsischen Sprachraum hat sich für diese Entwicklung, die besonders von den Web 2.0 Technologien geprägt wird, die Bezeichnung "Open Government" durchgesetzt. Offenheit, Transparenz, Partizipation, Kollaboration, Innovation, Öffnung, Offenheit, frei verfügbare Daten, offene Standards und Schnittstellen sowie quelloffene Software prägen diesen kulturellen Wandel, der durch ein neues partnerschaftliches Verhältnis zum Bürger geprägt ist und mit dem neues Vertrauen aufgebaut werden kann. Das Deutschland sich diesem Trend nicht länger entziehen sollte, war einhellige Meinung im Forum.

Eine Bilanz aus der Sicht von Referenten:

Armin Berger, Geschäftsführer 3pc GmbH: "Xinnovations bietet eine außergewöhnliche Gelegenheit, in einer intensiven Werkstattatmosphäre Gedanken und Ideen auszutauschen. Man befindet sich als Zuhörer weniger in einer Konferenzsituation, sondern ist angehalten, sich einzubringen und zu beteiligen. So treffen Unternehmen, Verwaltung, Politik und Hochschulen aufeinander, um sich gegenseitig zu bereichern. Mich als Unternehmer hat besonders gefreut, auf junge Nachwuchsentwickler zu treffen, die mit großem Elan neue Ideen weiterentwickeln. Die Nähe zu den Universitäten und Wissenschaftseinrichtungen ist sehr interessant. Dass nach meinem Vortrag zum Thema "Apps zerstören das Internet" auch der Verkaufsstart des WeTab verkündet wurde und Berlin und Brandenburg den Wettbewerb Apps 4 Berlin ausgerufen haben, hat mir gezeigt, dass die Veranstaltung wirklich nahe an den großen Entwicklungen der IT-Branche dran ist. Berlin braucht solche Brutstätten, in denen sich neue, moderne Ansätze kristallisieren können. Vielleicht wäre es interessant, noch stärker überregional, vielleicht sogar international zu wirken. Die Gefahr wäre allerdings, dass der entscheidende Werkstattcharakter verloren gehen könnte."

Maya Biersack, Vorstand EsPresto AG: "Nicht zum ersten Mal war ich von dem kompetenten und engagierten Publikum der Xinnovations begeistert. Die teilweise kontroversen Diskussionen im Anschluss an eine Vortragsreihe hatten immer den Charakter, ein innovatives Thema voranbringen zu wollen. Da unter den Teilnehmern sowohl Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft wie auch aus der Politik anwesend sind, können die Themen auch immer aus den unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Meiner Meinung nach leistet die Xinnovations einen wichtigen Beitrag für Berlin."

Georg-Friedrich Klusemann, Vorstand ra e komm AG und Rechtanwalt, Berlin: "Wir haben uns diesjährig erstmals im Rahmen des E-Justice-Forums der Berliner Xinnovations engagiert. Für uns bietet die Xinnovations mit dem E-Justice-Forum die spannende Möglichkeit, durch die Präsentation von Innovationen und durch den Austausch mit hochrangigen Vertretern aus den verschiedensten Bereichen tatsächlich etwas bewegen zu können. Die Xinnovations bietet in freundschaftlicher Atmosphäre die Möglichkeit für professionelle Teilnehmer, sich über Trends, Entwicklungen und Erfahrungen auszutauschen. Für das E-Justice Forum der Xinnovations 2011 würden wir uns einen Workshop zum Thema 'Juristen und moderne Medienkonzepte' wünschen. Wir bedanken uns noch einmal für die gelungene Veranstaltung und freuen uns auf die kommende Xinnovations 2011."

Christian Lippmann, Geschäftsführer strutura GbR: "Für uns waren die diesjährigen Xinnovations ein großer Erfolg. Wir konnten innovative Ideen, die uns umtreiben, im Rahmen des Workshops Virales Lernen hervorragend präsentieren. Trotz der Kurzfristigkeit war das Workshopkonzept insofern äußerst erfolgreich, weil wir nicht mit einer so großen Resonanz von hochkarätigen Teilnehmern gerechnet hatten. Die kontroversen, anregenden wie auch weiterführenden Gespräche lassen uns begründet hoffen, dass wir unser Thema zum richtigen Zeitpunkt und im richtigen Umfeld positioniert haben. Recht herzlichen Dank an den Verein, dass er unser Vorhaben ebenso professionell wie flexibel unterstützt hat. Wir freuen uns auf die Xinnovations 2011."

Pavel Mayer, Leiter Entwicklung ART+COM AG: "In diesem Jahr war ich von der Qualität der Vorträge und den qualifizierten Besuchern höchst angetan. Insbesondere der E-Government Track vermittelte einen sehr guten Eindruck von hochaktuellen Trends, Entwicklungen und Erfahrungen sehr unterschiedlicher Akteure. Die Diskussionen mit anderen Teilnehmern lieferten zusätzliche Einblicke in die E-Government-Praxis und die besonderen Probleme in Deutschland."

Prof. Dr. Jörn von Lucke, Zeppelin University: "Berlin stehen - wie die gerade zu Ende gegangenen Xinnovations im E-Government-Forum eindrucksvoll belegt haben - spannende Zeiten ins Haus. Frei verfügbare Daten (Open Data) verfügen nicht nur über ein großes wirtschaftspolitisches Potenzial. Sie eröffnen insbesondere dem Apps for Berlin-Wettbewerb zusätzliche Gestaltungsfelder. Insofern wäre es wünschens- und begrüßenswert, in das Landesportal Berlin.de kurzfristig ein Einstiegsportal zu allen vorhandenen offenen Datenbeständen einzufügen, die das Land, der Senat und die Bezirke bereits publiziert haben."

Dank an Sponsoren und Partner

Für die finanzielle und ideelle Unterstützung der Konferenz 2010 bedanken sich die Veranstalter bei folgenden Unternehmen und Institutionen: 3-point concepts GmbH, AccordSystems, AM-SoFT GmbH IT-Systeme, ART+COM AG, DAV IT-RECHT - Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie, EsPresto AG, HTW Berlin, IBM Deutschland GmbH, IHK Berlin, Index GmbH, IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin), Kompetenznetzwerk Vikora - Virtuelle Kommunikations- und Arbeitsräume, Kompetenzzentrum eCOMM Berlin, lernmodule.net gGmbH, Microsoft Deutschland GmbH, neofonie GmbH, Ontonym GmbH, projektron GmbH, PROZEUS, PSI Production GSI mbH, ra e komm AG, Schaltzeit GmbH, secrypt GmbH, Semtation GmbH, structura GbR, th data GmbH, TSB Innovationsagentur Berlin GmbH, Witte Bürotechnik, ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB)

Gesamtveranstalter der Xinnovations sind: Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf, Freie Universität Berlin; Prof. Johann-Christoph Freytag, PhD, Humboldt-Universität zu Berlin und Rainer Thiem, Vorstand Xinnovations e.V.

Die Xinnovations 2011 finden vom 19. - 21. September 2011 an der Humboldt-Universität zu Berlin statt.

Weitere Infos:
http://www.xinnovations.de
http://www.xinnovations.org

Xinnovations e. V.
Rainer Thiem
Kleiststraße 23-26
10787 Berlin
Tel.: +49 30 21001 - 470
Email: rainer.thiem@xinnovations.org

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